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Das Auge „trennt“, während das Ohr „verbindet“. (F. Nietzsche)


Das Auge „sucht“, während das Ohr „findet“. (J. E. Berendt)


Höre die Fülle des Seins im Klang der Unendlichkeit.

Angeregt durch unsere Arbeit mit der Klangtherapie und Klangmeditation im Gesundheitszentrum FINDEDICH, der „Hundertwassertherme“ Blumau und die vielen Nachfragen nach unserer Musik von Seiten der Gäste und Klienten, hatten wir uns entschlossen, eine „Meditationsmusik für zu Hause“ aufzunehmen.

Durch unseren Freund Ralph Rotzoll, Musiker und Toningenieur wurde dies nicht nur möglich, sondern zu einem menschlich und musikalisch einmaligem Zusammentreffen, bei dem uns schließlich auch seine Frau Ulrike Kamps-Paulsen, Sängerin, ihre Stimme lieh. Zu guter Letzt kam noch Jeanette Leigh aus Australien, um uns ihre Stimme zu schenken. Vielen herzlichen Dank! Als Aufnahmeort hatten wir uns den „Weltenklang“, den großen Meditationsraum des Gesundheitszentrums, einen Ort der Ruhe und des Lichts, ausgewählt:
Ein Ort, an dem es sich mit tibetischen Klangschalen, chinesischen Gongs, einer Klangpyramide mit Ragas, einem Monochord, einer Koto, einer Schlitztrommel und vielen anderen Instrumenten wunderbar arbeiten ließ.
So entstand eine Musik wie die Geburt des Augenblicks: eine Musik, in der sich Klang intuitiv und spontan aus dem jeweiligen Moment mit all seinen Facetten des Musikalisch-Menschlichen formte.
Analog zu der spontan entstandenen Musik wurde live aufgenommen.

Diese aus dem Ursprung der Liebe zum Dasein gehörten und gespielten Klangformationen vermitteln durchwegs große Ruhe und Frieden, auch in rhythmischen Passagen zieht sich dieser „lange Atem des Universums“ durch. Lang anhaltende Wellenbewegungen, wobei eine ganze Wellenbewegung ca. 8-10 sec dauert und das abwechselnde Auf und Ab der Welle (ein- und ausatmen) einen Rhythmus von ca. 4-5 sec aufweist, wirken so tiefenentspannend.
Dieser sich durch alle Stücke hindurchziehende und vielleicht auch erst bei mehrmaligem Hinhören offensichtliche Grundrhythmus spiegelt die Basis eines inneren ruhigen Grundatmens wieder und es kommt so bei entspanntem und aufmerksamen Zuhören zu einer Aktivierung und Synchronisation der beiden Gehirnhälften.
Die Fähigkeit einer ruhigen, gezielten Aufmerksamkeit für die wesentlichen Dinge des Lebens ist ein Resultat des Zuhörens. Die durch die besondere Eigenwilligkeit der Instrumente gewobenen Klangmuster lassen letztendlich, auch emotional eine Transzendenz des göttlichen Willens durchscheinen und im Innersten der Seele erahnen, dort wo alles gleich und noch ganz ist, dort wo in Unschuld das ewig staunende Kind in jedem Moment neu und immer wieder wiedergeboren wird, und sich so das Bewußtsein des Universums eben in diesen Momenten beständig ausweitet und differenziert.
cd02Das Besondere dieser mehrschichtigen klingenden Gebilde mit fein schwingenden Obertönen besteht im Zauber des Augenblicks, der gerade das Unaussprechliche, das Numinose in eines jeden Seele zum Ausdruck bringen kann. Daher sind die Aufnahmen life, so wie sie sind, mit dem fehlerhaften des Menschlichen beseelt, so wie „native americans“ (Indianer) in ihre Teppiche kleine Fehler einzuweben gewohnt sind, die den Reiz der Lebendigkeit und auch der Wahrhaftigkeit in sich tragen.
In diesem Sinne bitten wir, diese CD nicht im Schnellverfahren „abzuhören“, sondern sich Zeit und Ruhe zu gönnen, richtig zuzuhören, denn die trotz aller Ruhe dichte Formation von konkreter Klangfülle und Obertönen kann „so nebenbei gehört“ die Entscheidung abverlangen, entweder sich ganz „einzulassen“, sich dem Lauschen hinzugeben oder eine andere Tätigkeit zu verrichten.
Schließen Sie die Augen und hören Sie diese Musik von innen - nicht von außen, hören Sie Ihre eigenen Melodien und folgen Sie den entstehenden Bildern, dem Öffnen und Schließen, den langen Wellen der Transformation der Zeit - der Öffnung und Eröffnung des Unbewußten, der eigenen Fantasie oder Traumwelt - deren ganz kleinen Ausschnitt die äußere Wirklichkeit darstellt. Das Geheimnis der Klanggebilde liegt in der Verbindung der entstehenden Klänge, die Wirklichkeit auf einer anderen Ebene, der Inneren nämlich, aufzubauen und der Kunst, sich in die Resonanz, in den Widerhall des Erklungenen fallen zu lassen. So ist es möglich, nicht nur die sich aufbauenden Klangwelten hören zu können, sondern vielmehr selbst zu einer Klangwelt zu werden, zu erklingen, in jedem Augenblick neu zu entstehen und somit an der immerwährenden Neuschaffung des Lebendigen beteiligt zu sein. Damit ist ein Einschwingen in die „höheren“, in die „himmlischen“ Ebenen möglich, das vorsichtige Betreten subtiler geistiger Räume, die in den Schwingungsmustern als ein für beide Seiten, der weltlichen wie der geistigen verständlichen „Sprache“ in Erscheinung zu treten.
Es entsteht eine direkte Verbindung und Verständigung der schaffenden mit den geschaffenen Kräften in der Musik, und ein sich gegenseitig befruchtender Energieaustausch findet statt.
Die Instrumente bilden mit den gespielten Melodien ein Netzwerk von Tönen und Rhythmen, die sich wie ineinander schwingende Wellen immer wieder neu formieren. Im musikalischen Sinne gestaltet sich dies wie eine ständig im Wandel begriffene entwickelnde Variation. Wenn Sie als Hörer mit dem musikalischen Geschehen verschmelzen, bedeutet das ein tiefes Verständnis, wie Zukunft und Vergangenheit sich gegenseitig beeinflussen, was sich dem logischen Denken entzieht.

Musik als Kunst der Zeit erhöht die aus dem Moment des Augenblicks geborene Kreation des Neuen aus dem Alten. Die Hingabe an das nicht Machbare im Gemachten aus der Musik, die Erkenntnis aus der Inspiration eben dieses gelungenen Augenblicks, in dem die Dimensionen des Lebens zusammenfallen, läßt das ewig Zeitlose erblühen.